johanna_ernst.jpgDer erste Lead-Weltcup der Saison fand in Qinghai (China) statt und deutete an, dass nicht nur der Boulder-Weltcup fest in österreichischer Hand zu sein scheint. Der erst 15-jährigen Johanna Ernst gelang der absolute Supercoup: Bei ihrem Weltcup-Debüt im Vorstiegsklettern lässt die Birgitzerin die Konkurrenz weit hinter sich und klettert als einzige ALLE schweren Routen vom Boden bis zum allerletzten Griff hinauf. Zum ersten Mal alleine bei einem Groß-Event, konnte Johanna ihren Erfolg selber kaum fassen: „Am Anfang war ich schon etwas nervös, aber dann ist auf einmal alles super gegangen. Die Routen sind mir super gelegen und ich bin einfach nach oben marschiert!“ strahlte Ernst.
Ebenso beeindruckend war die Leistung von Jakob Schubert. Der 17-Jährige zeigte ebenso wie sein Trainingspartner Mario Lechner (16. Platz) schon in den Qualifikationsrouten eine starke Leistung: Beide konnten die erste Route bis zum Top-Griff durchsteigen und sich somit unter den besten Vier positionieren. Schubert konnte im Semifinale noch eins drauflegen und kämpfte sich anschließend auch in der schweren Final-Route Zug um Zug weiter nach oben. Nur der 25-jährige Tomás Mrázek konnte Schubert noch stoppen.
Nicht ganz wie gewünscht lief es für Angela Eiter. Der 22-Jährigen wurde eine neue Zeitregel zum Verhängnis: Nachdem Eiter an einer schweren Stelle in der Wand wertvolle Zeit liegen gelassen hatte, musste die Pitztalerin, obwohl ihre Kraft wohl noch gereicht hätte, die Kletterroute frühzeitig räumen.
Mit einem hervorragenden sechsten Platz von Barbara Bacher und dem 12. und 13. Platz von Christine Schranz und Bettina Schöpf wurde das hervorragende Ergebnis perfekt abgerundet. Fazit: Wir singen rot, wir singen weiß ….