_mg_8434tn.jpg18 Jahre sind vergangen als jetzige Kletterlegenden wie Lynn Hill (USA) oder Francois Legrand (FRA) vom Boden der Österreichischen Bundeshauptstadt Wien in Weltcup-Höhen abgehoben haben. Aber an diesem Wochenende (Freitag/Samstag 29./30) wich die schwache Erinnerung an die damaligen Glanzzeiten der puren Begeisterung.

Weit über tausend Zuschauer waren live dabei als sich die Bundeshauptstadt beim Boulder-Weltcup vor der Wiener Kletterhallte erneut in ein Kletter-Mekka verwandelte.

 

140 Athleten aus 24 weihten die eigens für den Boulder-Weltcup errichtete Outdoor-Boulderarena der Kletterhalle Wien mit spektakulären und vor allem sicken Moves ein. Gegen Nachmittag lichtete sich nach dem Halbfinale nicht nur das Teilnehmerfeld sondern auch die Wolken machten die Bühne frei und gewährten Zuschauern und den Athleten einen Wettkampf unter besten Bedingungen, der in einem wahren Herzschlagfinale endete.

 

Bei den Damen war Anna Stöhr mit einer souveränen Leistung ins Finale geklettert. In der Entscheidungsrunde konnte die Weltmeisterin allerdings nicht mit der Siegern Aleksandra Balakireva (RUS) mithalten, die den Bouldern in nur vier Versuchen drei Topgriffe abringen konnte. Auch die Japanerin Akiyo Noguchi benötigte nur einen Versuch weniger als Stöhr und konnte auf dem zweiten Platz ihre Weltcupführung behaupten. Aber trotz mehrer Versuche hielt Stöhr ebenfalls zu guter Letzt drei Topgriffe in der Hand und sicherte den dritten Rang.

 

Anna Stöhr: „Leider habe ich bei einem der Boulder eine falsche Technik angewandt, und deshalb bin ich dort nicht weitergekommen. Aber ich bin auch mit dem dritten Platz hier in Wien sehr zufrieden.“

 

Bei den Herren lieferte sich Kilian Fischhuber ein Kopf-an-Kopf-Duell mit dem Kanadier Sean McColl. Während Fischhuber beim letzten Finalboulder einen zweiten Versuch benötigte, kletterte McCoell in einem Satz nach oben. Allerdings krönte sich auch bei den Herren ein Russe zum Mann des Abends. Rustam Gelmanov kletterte alle vier Finalboulder in nur fünf Versuchen und kürte sich somit zum Sieger des dritten Weltcups in der heurigen Saison. Für Fischhuber endete der Wettkampf auf dem dritten Rang.

 

Kilian Fischhuber: „Beim zweiten Boulder hat mir einfach die Kraft gefehlt, diesen schweren Zug fertig zu machen, aber es war im Großen und Ganzen ein gelungener Wettkampf mit einer sehr professionellen Abwicklung und ich freue mich auch über diesen dritten Rang.“

 

 

Und nicht nur für die Athleten des Österreichischen Wettkletterverbandes (ÖWK) können mit dem Ergebnis beim zweiten Heim-Weltcup in dieser Saison in Wien zufrieden sein. Auch die Organisatoren und die vielen freiwilligen Helfer der Kletterhalle Wien, die hervorragende Arbeit geleistet haben, freuen sich schon auf eine Wiederholung im kommenden Jahr.

 

Ergebnisse zum Boulder-WELTCUP in WIEN (29./30. Mai):

 

Herren:

1. Gelmanov Rustam (RUS)

2. Sean McColl (CAN)

3. Kilian Fischhuber (AUT/ ÖAV Waidhofen/Ybbs)

4. Mykhaylo Shalagin (UKR)

3. Guillaume Glairon Mondet (FRA)

6. David Barans (GBR)

 

weiters: 13. David Lama (ÖAV Innsbruck), 43. Lukas Ennemoser (ÖAV Innerötztal), 47. Kornelius Obleitner (Hall in Tirol), 57. Emanuel Moosburger (ÖAV Bregenz), 69. Christian Feistmantl (ÖAV Innsbruck), 71. Jan Haiko (ÖAV ÖGV), 73. Arian Boszotta (ÖAV Burgenland) (alle AUT)   

 

 

Damen:

1. Aleksandra Balakireva (RUS)

2. Akiyo Noguchi (JPN)

3. Anna Stöhr (AUT/ OeAV Innsbruck)

4. Juliane Wurm (GER)

5. Olga Bibik (RUS)

6. Jenny Lavarda (ITA)

 

weiters: 10. Johanna Ernst (ÖAV Innsbruck), 12. Barbara Bacher (ÖAV Innerötztal), 18. Katharina Saurwein (ÖAV Innsbruck), 23. Sabine Bacher (ÖAV Innerötztal), 33. Christine Schranz (ÖAV Landeck), 43. Stefanie Pichler (ÖAV Weyer);      

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